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Hand grabbing cash

Korrupte Banken, korrupte Copyright-Industrie: Warum dürfen sie ihre Geschäftsprobleme externalisieren?

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Wir erleben einen Trend, in dem Politiker glauben, das Scheitern von Unternehmen jedermanns Problem sei. Wenn jedoch das selbe Unternehmen Erfolg hat, dann können sie alle Gewinne behalten. Dies ist ein lächerlicher und kontraproduktiver Weg eine funktionierende Wirtschaft zu bilden. Weiterhin bedroht er grundlegende Bürgerrechte. Der Bankensektor und die Copyright Industrie stechen hervor als die parasitärsten Übeltäter unserer Zeit.

Das verkehrte Abkommen, bei dem Banken mit Steuergeld jedes Mal gerettet werden, wenn sie ansonsten bankrott gehen würden, wurde durch kürzliche Ereignisse hervorgehoben – und wie absurd es ist, dass Banken Gewinne für sich behalten dürfen und alle Verluste von Steuergeld abgedeckt bekommen.

In ökonomischer Sprache nennt man dies die Externalisierung von Kosten – man verlagert bestimmte Aspekte des eigenen Geschäfts außerhalb des Unternehmens, so dass man sich nicht darum kümmern muss. Verschmutzung durch Industrie ist ein typisches Beispiel von Externalisierung des Problems; wenn man giftigen Schlamm als Nebenprodukt eines Herstellungsprozesses hat und ihn in einen nahegelegenen Fluss kippen kann, dann ist das Externalisierung von Kosten, da man als Unternehmen nicht für die Reinigung des Flusses bezahlen braucht. Die Steuerzahler (und der zerstörte Fluss) bezahlen.

Die Tatsache, dass Banken Verluste externalisieren dürfen erzeugt schrecklich verdrehte Geschäftsanreize, bei denen das Eingehen extremer Risiken belohnt wird, da man niemals für irgendwelche Verluste aufkommen muss. Es existiert nur Potential für hohe Gewinne. Es ist ein bisschen als wäre man unsterblich und könnte sich nicht selbst verletzen – stell dir vor welche verrückten Stunts du damit machen könntest, die sich nicht an normalsterblichem Verhalten orientieren? Dies ist die unternehmerische Situation von Banken.

Ebenso steht es um die Copyright Industrie. Sie haben ein Verteilungs-Monopol auf einige Teile von Wissen und Kultur (was an sich schon strittig gesehen werden kann, und sollte). Aber im Gegensatz zu anderen Monopolen, bei denen der Inhaber des Monopols vor Gericht klagen muss, hat es die Copyright Industrie geschafft dieses Geschäftsproblem, ihr Monopol durchzusetzen, zu externalisieren – denn es ist ein Geschäftsproblem. Jedoch haben sie es geschafft unsere Polizeikräfte dazu zu bringen, uns ihre Regeln in ihrem Namen aufzuzwingen, indem sie ihr Geschäfts-Monopol – das Copyright Monopol – in Strafrecht erweitert haben.

In anderen Worten, die nicht-Unterstützung eines Geschäftsmodells wurde auf dieselbe juristische Ebene gestellt wie Verletzung eines Mitmenschen – und dies wurde getan von Politikern, die gefährlich ahnungslos sind. Sie haben der Copyright Industrie erlaubt ihre Geschäftsprobleme zu externalisieren, um so den Steuerzahler die Rechnung für die Durchsetzung eines längst unmoralischen Monopols bezahlen zu lassen.

Dies ist unanständig. Es muss aufhören.

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About The Author: Rick Falkvinge

Rick is the founder of the first Pirate Party and is a political evangelist, traveling around Europe and the world to talk and write about ideas of a sensible information policy. He has a tech entrepreneur background and loves whisky.

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    Dieses Geschäftsmodell funktioniert ja auch nur weil die Leute es nicht verstehen, also gar nicht wissen was abgeht. Beim copyright kommt noch hinzu das die Medien kein Interesse haben kritisch darüber zu berichten. Und solange es da keinen massiven Widerstand gibt kann die Politik ja machen was sie will.

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